Dr. Rainer Höll:
Die Bevölkerung des Inselnordens lehnt das Projekt geschlossen ab. Das ist ein Zeichen für jeden, der resigniert und meint, der Kampf wäre schon verloren".

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Zum Vergleich noch einmal das Bild in natura (es kann durch Klicken vergrößert werden)

Das Projekt "Kompensationsflächenpool Cämmerer See und angrenzende Niederungen"

Das Projekt "Kompensationsflächenpool Cämmerer See und angrenzende Niederungen" wurde Ende 2014 aus finanziellen Gründen und mangels Bedarfs beendet. Die dubiosen Umstände und die Auseinandersetzungen dazu finden Sie in unserer Deichboschüre.

Aktuelle Hochwasserschutzplanungen gefährden den Inselnorden

Am 2. Februar 2015 stellte Umweltminister Backhaus ein neues Konzept vor. Es soll ausdrücklich einen künftigen Rückbau des Peenestromdeiches ermöglichen. Damit wird nicht nur auf dreiste Art und Weise der geschlossene jahrelange Widerstand der Bevölkerung gegen einen Deichrückbau ignoriert, sondern sogar langfristig der Hochwasserschutz im Inselnorden weiter geschwächt.

Als konkrete Folge dieses Vorhabens ist jetzt vorgesehen, den ursprünglichen Riegeldeich zwischen Peenemünde und der Ostsee nicht zu bauen. Den Schutz gegen von Norden einströmendes Hochwasser für Karlshagen und die Flächen südlich davon soll ein neuer Deich zwischen dem Hafen Karlshagen und der Bahnlinie bilden, so wie er bereits Teil des Kompensationsflächenpools war (s.o.) In diesem Zusammenhang wurde durch "neuartige Messungen" überraschender Weise festgestellt, dass die Straße zwischen Peenemünde und der Ostsee bereits eine gewisse Schutzfunktion gegen Hochwasser von Norden darstellt, so dass eine echte Gefahr nur durch ein statistisch sehr selten vorkommendes großes Sturmhochwasser droht, welches dann durch den neuen Deich von Karlshagen aufgehalten würde. Nach der Logik dieses Plans könnte dann künftig der Peenestromdeich ohne Gefahr für Karlshagen zurückgebaut werden. Voraussetzung dafür ist jedoch die komplette Eindeichung von Peenemünde.


Die Abbildung zeigt den Verlauf des neuen Deiches bei Karlshagen und das Szenario bei einem großen Sturmhochwasser und fehlendem Peenestromdeich.
Unsere Argumentation dazu finden Sie in der neuen Broschüre ab S. 32.

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